Fragen zur Methode

Was passiert mit den Bildern, die Sie aufnehmen?

Die Aufnahmen nutzt nur der Berater, schaut sie an, schneidet evtl. bestimmte Szenen oder Bilder heraus und benutzt diese dann im Gespräch mit ihnen. Sonst sieht sie niemand, die Aufnahmen werden im Anschluss an die Beratung überspielt und gelöscht.

Bringt denn das mit den Aufnahmen was?

Die Bilder helfen dem Berater durch mehrfaches Ansehen (oft auch in Zeitlupe), kurze, flüchtige Belastungszeichen oder Reaktionen zu erkennen, das Verhalten des Kindes zu verstehen und für sie als Eltern zu verdeutlichen. Wenn sie diese Aufnahmen dann selbst sehen, können sie im Alltag für diese „Mini-Signale“ ihres Kindes aufmerksamer sein und passend reagieren. Es bringt also immer dann etwas, wenn sie es nutzen wollen. Sie sehen auch, wie ihr Kind auf eine bestimmte Geste oder einen Blick von ihnen reagiert. So können sie daraus lernen, wie es am besten geht.

Aber wenn Sie gerade mit der Kamera kommen, schreit mein Kind vielleicht gar nicht – was soll das dann?

Auch wenn der Berater in dem Moment der großen Krise nicht dabei ist, sieht er gerade in unproblematischen Momenten viel Gelingendes in der Eltern-Kind-Interaktion und vielleicht auch manches an Verhalten und Signalen des Kindes. Dies kann man gut nutzen, um die Eltern gezielt beim Stabilisieren ihrer Beziehung zum Kind und zur Sensibilisierung für seine vielleicht etwas flüchtigen Signale zu unterstützen. Gelingt das, ist das ursprüngliche Problem manchmal schnell kein so großes Thema mehr.

Kommen Sie zu uns nach Hause?

Je kleiner ein Kind ist, desto eher ist es in ungewohnter Umgebung irritiert und gestresst. Daher empfiehlt es sich, in vertrauter Umgebung auf die Signale des Kindes und die Besonderheiten der Eltern-Kind-Interaktion zu schauen.

Wie oft filmen Sie uns denn?

Das ist schwer voraus zu sagen und hängt besonders von ihrem Anliegen, aber auch von äußeren Faktoren ab. Manchmal kann schon ein Gespräch Klarheit und Sicherheit geben, zeigt eine Aufnahme genau das, was den Aha-Effekt beschert und ihre Frage ist beantwortet. Manchmal benötigt es aber eine längere Zeit und mehr Kontakte, um die Ursache der Schwierigkeiten zu erkennen, neue hilfreiche Interaktionen zu erlernen und im Alltag zu festigen.

Was kostet das Angebot?

Die Beratung ist für Sie in den ausgewiesenen Kontaktstellen kostenlos.

Wie vertraulich ist die Beratung?

Die Beratungsfachkräfte stehen unter der Schweigepflicht nach §203 Strafgesetzbuch.